Stadt Stuttgart als Alleinerbin eingesetzt

Über einen Schwaben, so hatte es Thaddäus Troll einmal festgestellt, könne man nichts Besseres sagen, als dass er ein "arger Schaffer" sei. Das waren sie auch für schwäbische Verhältnisse (Fleiß und Unternehmungsgeist gehören ja angeblich schon zur "Grundausstattung" jedes echten Schwaben) in ganz herausragender Weise: die beiden Stuttgarter Brüder Rudolf Schmid und Hermann Schmid, die das vom Vater Josef Schmid im Jahr 1899 gegründete Stammhaus mit einer Buch- und Zeitschriftenhandlung 1924 übernahmen und zielstrebig mit hohem persönlichen Einsatz zu einem großen Unternehmen ausbauten.

Es war der Wunsch und der Wille der beiden Brüder, dass nach ihrem Tod das gemeinsam erwirtschaftete Vermögen der Stadt Stuttgart für soziale Werke wie dem Bau einer Altenwohnanlage zugute komme. Aufgrund ihres sozialen Anliegens und der außerordentlichen Höhe des Vermögens konnten bis jetzt folgende Projekte durch die Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung realisiert werden:

 

 
Haus Rohrer Höhe mit 71 rollstuhlgerechten Wohnungen.
Die Kindertagesstätte Pfennigäcker in Heumaden mit 143 Plätzen.
Generationenhaus Heslach mit Pflegeappartements für Senioren und junge behinderte Menschen, mit einem Familien- und Nachbarschaftszentrum, Feiergarten und einem Treffpunkt für bürgerschaftliches Engagement.
Generationenhaus West mit Kindertagesstätte, betreuten Seniorenwohnungen, einem Eltern-Kind-Zentrum mit Nachbarschafts-Cafe und Räumen für den Verein Freie Altenarbeit.
Die "Schloss-Scheuer", Bürgerhaus und Begegnungsstätte zwischen den Generationen mit einem vielfältigen Freizeitangebot.

 

 

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